Wie Sie prüfen, ob Ihr VPN funktioniert (3 Tests)
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Wie Sie prüfen, ob Ihr VPN funktioniert (3 Tests)

Nicht sicher, ob Ihr VPN Sie wirklich schützt? Erfahren Sie drei Tests, um zu überprüfen, ob Ihr VPN korrekt funktioniert — einschließlich IP-, WebRTC- und DNS-Leak-Prüfungen.

6 Min. Lesezeit·

Ein VPN, das nicht korrekt funktioniert, vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl. Deine echte IP-Adresse, DNS-Anfragen oder dein WebRTC-Datenverkehr könnten lecken, ohne dass du eine sichtbare Warnung erhältst. Hier ist eine systematische Schritt-für-Schritt-Methode, um zu überprüfen, ob dein VPN dich wirklich schützt — beginnend mit einer kostenlosen Prüfung auf whatsmy.fyi.

Schritt 1: IP-Adresse vorher und nachher vergleichen

Der grundlegendste VPN-Test ist der Vergleich deiner IP-Adresse mit und ohne aktiviertes VPN.

  1. Trenne dein VPN vollständig. Besuche whatsmy.fyi und notiere deine echte IP-Adresse und den oben angezeigten Standort.
  2. Verbinde dein VPN und wähle einen Serverstandort (z. B. Deutschland).
  3. Lade whatsmy.fyi neu. Die angezeigte IP-Adresse sollte nun völlig anders sein — sie sollte deinem VPN-Anbieter gehören und der Standort sollte dem gewählten Server entsprechen.

Wenn sich die IP-Adresse nicht geändert hat, leitet dein VPN deinen Datenverkehr nicht korrekt. Das kann an einer Split-Tunnel-Konfiguration, einem Kill Switch, der die Verbindung blockiert hat, oder einem fehlgeschlagenen Verbindungsaufbau liegen.

Schritt 2: ISP-Änderung bestätigen

Prüfe neben der IP-Adresse auch das ISP-Feld auf whatsmy.fyi. Bei einem funktionierenden VPN sollte der ISP den Namen deines VPN-Anbieters anzeigen — NordVPN, ExpressVPN, Mullvad, ProtonVPN usw. — und nicht deinen Heim-Internetanbieter (Telekom, Vodafone, 1&1 usw.).

Zeigt der ISP trotz geänderter IP noch deinen echten Anbieter, verbindest du dich möglicherweise über einen falsch konfigurierten Proxy statt über einen echten VPN-Tunnel. Mehr dazu, was ISP-Daten über deine Verbindung verraten.

Schritt 3: Auf WebRTC-Leaks prüfen

WebRTC ist eine Browser-Technologie, die deine echte IP-Adresse offenlegen kann, auch wenn du mit einem VPN verbunden bist. Das ist einer der häufigsten und gefährlichsten VPN-Fehler, weil er lautlos im Browser passiert, ohne jede Anzeige.

Auf whatsmy.fyi läuft die WebRTC-Leak-Test-Karte automatisch. Sie vergleicht die IP, die dein Browser über WebRTC meldet, mit der IP deines VPN. Stimmen sie überein, bist du sicher. Wenn sie abweichen — insbesondere wenn WebRTC deine Heim-IP zeigt — hat dein VPN einen WebRTC-Leak.

Lies die vollständige Erklärung über WebRTC-Leaks und wie man sie behebt.

Schritt 4: Auf DNS-Leaks testen

DNS-Leaks entstehen, wenn dein Gerät DNS-Anfragen an die DNS-Server deines Heim-ISP schickt, statt sie durch das VPN zu leiten. Das erlaubt deinem ISP zu sehen, welche Domains du besuchst, auch wenn er den Inhalt nicht sehen kann.

Ein DNS-Leak ist besonders häufig unter Windows, das eine Funktion namens „Smart Multi-Homed Name Resolution" hat, die VPN-DNS-Einstellungen umgehen kann. So testest du:

  1. Nutze ein spezielles DNS-Leak-Test-Tool (dnsleaktest.com oder ipleak.net).
  2. Führe den erweiterten Test mit aktiviertem VPN durch.
  3. Die aufgelisteten DNS-Server sollten deinem VPN-Anbieter gehören, nicht deinem ISP. Siehst du die DNS-Server deines ISP, hast du einen DNS-Leak.

Schritt 5: TLS-Verschlüsselung prüfen

Auch wenn es nicht spezifisch für VPN-Tests ist, bestätigt die Überprüfung, dass deine Verbindung moderne TLS 1.3-Verschlüsselung nutzt, dass der Datenverkehr, der den VPN-Tunnel verlässt, Ende-zu-Ende verschlüsselt ist. Auf whatsmy.fyi zeigt die Verbindungskarte deine TLS-Version. TLS 1.3 ist der aktuelle Standard; alles unter TLS 1.2 ist veraltet.

Schritt 6: VPN/Proxy-Erkennungskarte prüfen

whatsmy.fyi enthält eine VPN/Proxy-Erkennungskarte, die deine aktuelle IP gegen eine Datenbank bekannter VPN-Anbieter-ASNs abgleicht. Wenn dein VPN funktioniert und der Anbieter in unserer Datenbank ist, zeigt es „VPN erkannt" an. Das bestätigt, dass auch externe Websites deine Verbindung als VPN erkennen.

Hinweis: Wenn dein VPN Residential-IPs nutzt (ein Datenschutz-Feature einiger Premium-Anbieter), wird es hier möglicherweise nicht erkannt — aber das bedeutet nicht, dass es nicht funktioniert. Mehr dazu, wie VPN-Erkennung funktioniert.

Häufige Gründe, warum ein VPN aufhört zu funktionieren

  • Kill Switch aktiviert: Das VPN hat die Verbindung getrennt und der Kill Switch hat den gesamten Datenverkehr blockiert. VPN neu verbinden und Tests wiederholen.
  • Split Tunneling falsch konfiguriert: Nur bestimmte Apps werden über das VPN geleitet. Dein Browser ist möglicherweise nicht darunter.
  • Protokoll-Fallback: Das VPN ist von WireGuard auf OpenVPN oder ein anderes Protokoll zurückgefallen, was andere Metadaten exponieren kann.
  • DNS-Leak unter Windows: Smart Multi-Homed Name Resolution umgeht VPN-DNS. Deaktiviere es in der Gruppenrichtlinie oder nutze ein VPN, das seinen eigenen DNS erzwingt.
  • WebRTC nicht blockiert: Die meisten VPN-Browser-Erweiterungen blockieren WebRTC nicht standardmäßig. Du brauchst eine dedizierte Browser-Erweiterung oder einen VPN-Client, der das übernimmt.

Schnelle VPN-Überprüfungs-Checkliste

  • IP-Adresse zu VPN-Server-Standort geändert ✓
  • ISP zeigt VPN-Anbieternamen, nicht Heim-ISP ✓
  • WebRTC zeigt VPN-IP, nicht Heim-IP ✓
  • DNS-Anfragen gehen durch VPN-DNS-Server ✓
  • TLS 1.3 aktiv ✓
  • VPN-Erkennungskarte zeigt „VPN erkannt" ✓

Führe alle sechs Tests zusammen durch, indem du whatsmy.fyi mit aktiviertem VPN besuchst. Das Dashboard zeigt IP, ISP, WebRTC-Leak-Status und VPN-Erkennung auf einer einzigen Seite — der schnellste Weg zu bestätigen, dass dein VPN wirklich funktioniert.

Häufig gestellte Fragen

Meine IP hat sich geändert, aber der Standort zeigt noch meine Heimstadt — funktioniert mein VPN?

IP-Geolokalisierungsdatenbanken können langsam aktualisiert werden. Wenn du dich mit einem VPN-Server in Frankfurt verbunden hast, der Standort aber noch deine Heimstadt zeigt, hat die Geolokalisierungsdatenbank ihre Einträge für diese IP möglicherweise noch nicht aktualisiert. Prüfe das ISP-Feld — wenn es deinen VPN-Anbieter zeigt, funktioniert der Tunnel korrekt. Mehr über IP-Geolokalisierung.

Garantiert ein VPN vollständige Anonymität?

Nein. Ein VPN versteckt deine IP vor Websites und hindert deinen ISP daran zu sehen, welche Seiten du besuchst. Du kannst aber trotzdem über Browser-Fingerprinting, Cookies, eingeloggte Accounts und WebRTC-Leaks verfolgt werden. Ein VPN ist eine Datenschutzschicht — keine vollständige Anonymität.

Wie oft sollte ich mein VPN testen?

Teste nach jedem VPN-App-Update, nach dem Wechsel von Servern und regelmäßig, wenn du das VPN für sensible Aktivitäten nutzt. VPN-Clients können nach OS-Updates oder Netzwerkänderungen lautlos ausfallen.

Prüfen Sie Ihre IP-Adresse, Ihren Standort und Ihre Datenschutzbewertung — sofort.

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