Wie Sie Ihren Browser auf WebRTC-Leaks testen
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Wie Sie Ihren Browser auf WebRTC-Leaks testen

WebRTC-Leaks können Ihre echte IP selbst hinter einem VPN preisgeben. Erfahren Sie, wie Sie in Chrome, Firefox und Safari auf WebRTC-Leaks testen und wie Sie sie beheben.

6 Min. Lesezeit·

Ein WebRTC-Leak legt deine echte IP-Adresse gegenüber jeder Website, die du besuchst, still offen — auch wenn dein VPN aktiv ist und eine völlig andere IP anzeigt. Der Test dauert unter 30 Sekunden mit whatsmy.fyi, das den Test automatisch jedes Mal ausführt, wenn du die Seite lädst.

Was ist ein WebRTC-Leak?

WebRTC (Web Real-Time Communication) ist eine Browser-API, die Peer-to-Peer-Funktionen wie Videoanrufe, Sprachchat und Dateiübertragungen ohne Plugins ermöglicht. Um direkte Verbindungen zwischen Browsern herzustellen, muss WebRTC die IP-Adressen des Geräts ermitteln — einschließlich lokaler Netzwerk-IPs und kritisch — der echten öffentlichen IP-Adresse.

Das Problem: WebRTC umgeht die IP-Maskierung deines VPN auf Browser-Ebene. Auch mit einem aktiven VPN kann eine Website ein kleines JavaScript-Snippet verwenden, um WebRTC auszulösen und deine echte Heim-IP-Adresse aus dem Browser auszulesen — ohne dein Wissen oder deine Zustimmung.

Den vollständigen Hintergrund findest du in unserem Leitfaden über WebRTC-Leaks und wie sie entstehen.

Schritt 1: Test ohne VPN (Echte IP ermitteln)

  1. Stelle sicher, dass dein VPN getrennt ist.
  2. Öffne whatsmy.fyi und notiere:
    • Deine öffentliche IP-Adresse (im Hero-Bereich oben angezeigt)
    • Das WebRTC-Leak-Test-Ergebnis (in der WebRTC-Karte angezeigt)
  3. Ohne VPN zeigt die WebRTC-Karte typischerweise deine echte IP — das ist erwartet. Notiere sie.

Schritt 2: VPN verbinden und erneut testen

  1. Verbinde dein VPN und wähle einen Server.
  2. Lade whatsmy.fyi neu (nicht nur aktualisieren — lösche gecachten Zustand mit einem Hard-Reload: Cmd+Shift+R auf Mac, Strg+Shift+R unter Windows).
  3. Vergleiche die Ergebnisse:
    • Hero-IP-Bereich: Sollte jetzt die VPN-Server-IP und nicht deine Heim-IP anzeigen.
    • WebRTC-Leak-Test-Karte: Sollte „Kein Leak erkannt" mit der VPN-IP zeigen. Wenn sie deine ursprüngliche Heim-IP aus Schritt 1 zeigt, ist ein WebRTC-Leak bestätigt.

WebRTC-Testergebnisse verstehen

  • Kein Leak erkannt (sicher): WebRTC ist entweder deaktiviert oder gibt dieselbe IP wie deine VPN-Verbindung zurück. Deine echte IP wird nicht offengelegt.
  • Leak erkannt: WebRTC hat eine IP zurückgegeben, die von deiner VPN-IP abweicht. Wenn diese IP deiner echten Heim-IP aus Schritt 1 entspricht, ist der Leak bestätigt.
  • Nur lokale IP: WebRTC gibt eine private/lokale IP-Adresse zurück (192.168.x.x oder 10.x.x.x). Das ist ein partieller Leak — nicht deine öffentliche Heim-IP, aber es enthüllt trotzdem deine lokale Netzwerkstruktur.

Wie behebe ich einen WebRTC-Leak?

In Firefox beheben (Empfohlen — Am einfachsten)

  1. Gib about:config in die Firefox-Adressleiste ein und drücke Enter.
  2. Akzeptiere die Warnung.
  3. Suche nach media.peerconnection.enabled.
  4. Doppelklicke darauf, um den Wert auf false zu setzen.
  5. Das deaktiviert WebRTC vollständig. Video-Call-Apps, die auf WebRTC setzen, funktionieren in diesem Firefox-Profil nicht mehr, aber deine IP leckt nicht.

In Chrome beheben (Erweiterung erforderlich)

Chrome erlaubt es nicht, WebRTC über die Einstellungen zu deaktivieren. Du hast zwei Optionen:

  • uBlock Origin: Gehe zum uBlock Origin Dashboard → Einstellungen-Tab → aktiviere „Prevent WebRTC from leaking local IP addresses". Das begrenzt, was WebRTC offenlegt, ohne es vollständig zu deaktivieren.
  • WebRTC Leak Prevent: Eine dedizierte Chrome-Erweiterung, die dir feinkörnige Kontrolle über die WebRTC-IP-Handling-Richtlinie gibt.

In Safari beheben

Safari auf macOS hat WebRTC-Unterstützung, ist aber historisch gesehen konservativer in dem, was es offenlegt. Um WebRTC vollständig zu deaktivieren:

  1. Safari → Einstellungen → Erweitert → „Entwicklermenü in Menüleiste einblenden" aktivieren.
  2. Entwicklermenü → Experimentelle Funktionen → „WebRTC" deaktivieren.

Hinweis: Diese Option ist möglicherweise nicht in allen Safari-Versionen vorhanden. Wenn nicht verfügbar, nutze ein VPN, das WebRTC auf Systemebene behandelt.

Über deinen VPN-Client beheben

Premium-VPN-Clients (Mullvad, ProtonVPN, ExpressVPN) bieten WebRTC-Leak-Schutz auf Anwendungsebene und leiten WebRTC-Datenverkehr durch den VPN-Tunnel. Das ist die sauberste Lösung — es verhindert Leaks, ohne WebRTC-Funktionalität im Browser zu deaktivieren.

Prüfe deine VPN-App-Einstellungen auf eine Option mit der Bezeichnung „WebRTC-Leaks verhindern", „WebRTC-Schutz" oder ähnliches. Aktivieren, neu verbinden und auf whatsmy.fyi erneut testen.

Schritt 3: Fix bestätigen

  1. Nach Anwendung deines gewählten Fixes lade whatsmy.fyi neu, während das VPN noch verbunden ist.
  2. Die WebRTC-Leak-Test-Karte sollte jetzt zeigen:
    • „Kein Leak erkannt" oder
    • Dieselbe IP wie deine VPN-Verbindung
  3. Wenn der Leak anhält, nutzt dein VPN-Client möglicherweise eine Browser-Erweiterung, die nicht ausreicht — wechsle zu einem systemweiten VPN-Fix (uBlock Origin in Chrome oder about:config in Firefox).

Häufig gestellte Fragen

Ich habe WebRTC deaktiviert — funktionieren Videoanrufe noch?

Apps, die auf WebRTC setzen (Google Meet, Zoom Web, Discord im Browser), funktionieren nicht mehr in einem Browser mit vollständig deaktiviertem WebRTC. Nutze native Desktop-Apps für diese Dienste, die nicht von Browser-WebRTC abhängig sind.

Ist ein lokaler IP-Leak (192.168.x.x) gefährlich?

Ein lokaler IP-Leak offenbart deine interne Netzwerk-IP, die Websites nicht verwenden können, um dich extern zu identifizieren. Er bestätigt jedoch, dass WebRTC aktiv ist und könnte mit anderen Fingerprinting-Techniken kombiniert werden. Blockiere ihn trotzdem — es gibt keinen Vorteil darin, ihn zu exponieren.

Haben mobile Browser WebRTC-Leaks?

Mobile Chrome und Firefox unterstützen WebRTC und können genauso wie Desktop-Browser lecken. Mobile Safari war historisch gesehen restriktiver. Nutze den whatsmy.fyi WebRTC-Test in deinem mobilen Browser, um deine spezifische Gerät-Browser-Kombination zu prüfen.

Prüfen Sie Ihre IP-Adresse, Ihren Standort und Ihre Datenschutzbewertung — sofort.

Keine Logs. Kein Tracking. Keine externen APIs.

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